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Senf: Scharf und gesund

Gerne mal den Senf dazugeben

Wir kennen Senf als pikantes Gewürz, das aus Samenkörnern verschiedener Senfsorten hergestellt und als Speisesenf serviert wird. Bereits im 17. Jahrhundert galt Senf als wertvoll und besonders, weswegen so mancher Wirt ihn als exklusive Köstlichkeit zu jedem Gericht servierte. Da die würzige Zutat jedoch nicht mit jedem Gericht harmoniert, wurde diese Angewohnheit von vielen Gästen als sehr unangebracht empfunden, was zu dem allbekannten Sprichwort „seinen Senf dazugeben“ führte. Doch lasst euch von dieser kleinen Anekdote nicht abschrecken, Senf ist und bleibt ein wertvolles Gewürz, wenn man ihn entsprechend kombiniert.

Senf schärft Essen und Verstand

Als Pflanze und Gewürz ist Senf seit Urzeiten bekannt. Er wurde schon von den Kelten und Germanen als wertvolles Grüngemüse erkannt und angebaut. Auch in Indien konnte durch archäologische Ausgrabungen der Anbau von Senf als Kulturpflanze bis ins Jahr 2300 v. Chr. zurückverfolgt werden. Vielleicht, weil Senf sowohl das Essen als auch den Verstand schärft, wie der angesehene Denker Pythagoras bemerkte. 2013, also Jahrtausende später, wurde diese Annahme in einer Studie von indischen Forschern bestätigt.

Weltweit beliebt

Aus den schwarzen, weißen und braunen Sorten, die jeweils nach der Farbe ihres Samens benannt sind, wurden schon immer gerne Pasten kreiert. So kann sich die Schärfe der Pflanze am besten entfalten. Ein bekannter Klassiker ist der aus dem schwarzen Samen hergestellte Dijon-Senf aus Frankreich. Der französische Bordeaux-Senf zeichnet sich hingegen durch die weißen Senfkörner aus. Auch in nord- und osteuropäischen Ländern, Deutschland und auch den USA wurden bekannte Senfkreationen aus weißen Senfkörnern entwickelt. In Indien werden überwiegend braune Senfsorten unverarbeitet oder im Mörser zerstoßen zum Kochen und Verfeinern von Speisen verwendet. Die kulinarischen Vorlieben, Angebote und Verwendungsmöglichkeiten beim Senf sind also sehr unterschiedlich.

Wachstum und Aroma

In Europa könnt ihr das gelb blühende Senfkraut auf vielen Feldern bewundern. Lässt man die Pflanze lange genug wachsen, bildet sie Schoten aus, in denen dann die Senfkörner heranreifen. Senfkraut schmeckt würzig-nussig bis scharf und wird geschmacklich immer intensiver, je länger man die Pflanze wachsen lässt.

Die schnell wachsenden, tief wurzelnden Pflanzen werden übrigens auch gerne kurz nach der Blüte und noch vor der Ausbildung ihrer Schoten zur ergänzenden Nährstoffversorgung des Erdreiches weiterverarbeitet und als natürlicher Dünger verwendet.

Microgreens: scharfe Power-Pflänzchen

Neben Speisesenf oder Mostrich werden Senf-Microgreens immer beliebter und sind eine angenehm würzende Abwechslung auf dem Teller. Um die Microgreens selber zu ziehen, braucht ihr keinen Garten. Auch auf den Sommer seid ihr nicht angewiesen, denn die Microgreens lassen sich das ganze Jahr über auf der heimischen Fensterbank anbauen. Wie einfach ihr Microgreens mit Heimgart zieht, erfahrt ihr in diesem Video. Nach einer knappen Woche könnt ihr die Senf-Microgreens ernten und genießen.

Und nicht nur geschmacklich machen Senf-Microgreens etwas her, das frische Grün beinhaltet jede Menge gesunder Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel die Vitamine A, B1, B2, C, E und K sowie die Mineralstoffe Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Zink. Grund genug, euer Brot, Salat, Smoothies oder Quark mit dem scharf-würzigen Geschmack der jungen Microgreens zu verfeinern.

 

Zu unseren Microgreens-Sorten

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